Strom und Wärme von der Sonne

Im Gegensatz zu konventioneller Energieproduktion ist Sonnenenergie abgasfrei, geräuschlos und umweltfreundlich. Für die Nutzung werden zwei unterschiedliche Systeme angeboten. Photovoltaikanlagen und Solarthermieanlagen. Photovoltaikanlagen wandeln Sonnenenergie in Elektrizität um. Solarthermie ist dagegen ein System, dass die Wärme aus der Sonnenergie auf ein geschlossenes System überträgt und zum Heizen und zur Wassererwärmung genutzt wird.

Umweltgerecht und wirtschaftlich

Ein vier Personenhaushalt kann seinen jährlichen Strombedarf mit einer Photovoltaik-Fläche von 30 m² decken. Nach 16-18 Jahren hat die Anlage mehr Ertrag erwirtschaftet, als die Errichtung gekostet hat. Die Kosten einer kompletten Photovoltaik-Anlage liegen etwa bei 750 bis 1300 Euro pro m² Fläche, je nach Produkt und Gestaltung. Die Lebensdauer der Module wird auf ca. 30 Jahre geschätzt.

Mit einer Solarthermieanlage wird die Sonnenenergie thermisch genutzt, das heißt, es wird Wärme gespeichert. Solarthermieanlagen eignen sich vor allem für die Brauchwassererwärmung. Aber auch die Heizung kann durch die Sonne unterstützt werden. Um hier eine spürbare Energieeinsparung zu erreichen muss das Haus einen sehr guten Wärmeschutz haben.

Sonnenkollektoren haben heutzutage einen Wirkungsgrad von bis zu 85 %. Im Jahre 2001 wurden rund 1 Million m² Sonnenkollektoren in Deutschland installiert. Der Energiedeckungsgrad einer Solaranlage schwankt zwischen 20 % im Dezember und 95% im Juli; übers Jahr verteilt produziert eine Solaranlage 60% des Energiebedarfs zur Bereitung von warmem Wasser. Pro Person kann man mit 1 bis 2 m² Kollektorfläche und einem Speichervolumen von 60 bis 120 l rechnen. Im Hochsommer kann bei voller Sonneneinstrahlung auf die Nachheizung des Wassers verzichtet werden. Eine Solaranlage kostet, je nach Produkt und Montageart, 1000 bis 2000 Euro pro m².

Politische Schützenhilfe

Um die Gewinnung alternativer Energien zu fördern, haben sich die Politiker einiges einfallen lassen. Solarthermie- und Photovoltaikanlagen werden durch diverse Programme des Bundes, der Länder und der Kommunen gefördert. So regelt zum Beispiel das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) die Abnahme und Vergütung von Strom aus regenerativen Energiequellen. Bei Sonnenschein kann der zuviel produzierte Strom in das Netz gespeist, bei Dunkelheit oder schlechtem Wetter diesem wiederum Strom entnommen werden. Gemäß dem EEG sind Stromnetzbetreiber verpflichtet, Solar-Strom abzunehmen und zu vergüten. Das EEG hat für die Vergütung einen fixen Betrag vorgesehen, für Solarstrom beträgt dieser z.Z. 48 Cent/kWh.

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