Wartungsverträge für Ihr Dach

Dachflächen sind im besonderen Maße der Witterung ausgesetzt. UV- und Infrarotstrahlen bewirken eine Alterung, Staub- und
Schmutzablagerungen bilden Krusten und können Entwässerungsteile verstopfen. Flugsamen können Pflanzenwuchs zur Folge haben. Spezielle chemische Umweltbelastungen können nachteilige Folgen für die Dacheindeckung mit sich bringen. Die Risiken dieser Belastungen kann der Bauherr durch fachmännische Wartung positiv beeinflussen.

Jeder Hauseigentümer ist zur Wartung verpflichtet!Die bereits vor einigen Jahren vom Bundesgerichtshof angemahnte Pflicht zur regelmäßigen Wartung des Hausdaches ist keine Schikane gegenüber Hausbesitzern oder Hausverwaltern. Beiden dient sie zur Sicherheit gegenüber Schadenersatzansprüchen Dritter (AZ.: VI ZR 176/92). Wird diese Wartungspflicht vernachlässigt, können nämlich Hausbesitzer oder deren Verwaltungen persönlich zur Kasse gebeten werden, wenn sich bei einem Unwetter Teile des Daches lösen und Dritte schädigen. Auch wird es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis die Versicherungswirtschaft vor der Begleichung von Sturmschäden (auch wenn der Sturm eine Stärke von mehr als 8 besaß) den Nachweis für die Erfüllung der Wartungspflicht verlangt. Abgesichert ist der Hausbesitzer dagegen mit einem Wartungsvertrag, den unsere Firma anbietet. Der exakte Umfang der Wartungsarbeiten sowie die Wartungsintervalle werden im gemeinsamen Gespräch zwischen Dachdecker und Hausbesitzer / Hausverwaltung festgelegt. Die Kosten für ein solches Wartungsabkommen mit uns liegen in jeden Fall erheblich niedriger als selbst der kleinste Blechschaden, der durch einen einzigen herabfallenden Dachziegel an einem geparkten Auto entstehen kann. Was Hausbesitzer und Hausverwalter kaum wissen: Die regelmäßige fachmännische Begutachtung des Hausdaches ist nach geltender Rechtssprechung vorgeschrieben.

BGH: Aktenzeichen VI ZR 176/92 und VIII ARZ 1/01 :Bei einem Sturm waren Dachteile eines Hauses abgelöst und in das benachbarte Gewächshaus einer Gärtnerei geschleudert worden. Der Hauseigentümer sah hinsichtlich des eingetretenen Schadens mangels Verschuldens keine Eintrittspflicht, da er sein Dach erst vor drei Jahren umfassend hatte sanieren lassen. Ganz anderer Auffassung waren die Richter des Bundesgerichtshofs. Sie kamen in ihrem Urteil zu dem Ergebnis, dass jeder Bauherr / Gebäudeeigentümer eine Wartungspflicht habe. Selbst Sturmstärken von 12 bis 13 stellen heute keine außergewöhnlichen Witterungseinflüsse mehr da. Ein so genanntes "unabwendbares Ereignis" könne in diesen Fällen nicht angenommen werden. Demnachmuss ein Bauherr / Gebäudeeigentümer beziehungsweise einem ihm gleichgestellter Verwalter eine Verletzung seiner Sorgfaltspflicht entgegengehalten werden, wodurch er zum Schadenersatz verpflichtet ist. Wird ein Gebäude hingegen nachweislich ? also auch nach einer umfänglichen Sanierung oder Neuerrichtung ab dem 1. Jahr! ? regelmäßig gewartet, können Schäden nicht nur frühzeitig entdeckt und beseitigt werden, bevor sie größere Ausmaße annehmen, sondern zugleich Schäden Dritter durch ablösende Teile vermieden werden. Der für die Sicherheit eines Gebäudes Verantwortliche hat alle zumutbaren Maßnahmen zu treffen, die aus technischer Sicht geboten und geeignet sind, die Gefahr einer Ablösung von Dachteilen nach Möglichkeit rechtzeitig zu erkennen und ihr zu begegnen; dies gilt, so der BGH, natürlich umso mehr, je älter das Gebäude und seine Dachkonstruktion ist.

Handwerkerleistungen von der Steuer absetzbar